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Empirische Forschung

Die Empirische Forschung ist eine wissenschaftliche Methode, die sich auf Erfahrungswerte stützt. Das heißt, dass durch Fragebogen, Beobachtungen und Messungen, Aussagen über die verschiedensten Sachverhalte getroffen werden.

Ausgehend von Hypothesen (theoretische Aussagen über Sachverhalte, etc.) wird durch eine entsprechende Auswahl von Instrumentarien jene Hypothesen überprüft und ggf. verifiziert oder verworfen. Man kann außerdem zwischen univariaten Methoden und multivariaten Methoden differenzieren. Ersteres meint die Beobachtung eines Sachverhaltes während sich die multivariaten Methoden auf die Relationen von mehreren Sachverhalten untereinander beziehen.

Die empirische Forschungsphase kann man in folgende Phasen gliedern:
–    Konzepterstellung
–    Durchführung
–    Auswertung der Ergebnisse
–    Interpretation und Analyse der Ergebnisse

Die Planung ist bei der empirischen Forschung von enormer Wichtigkeit. In der Erkundungsphase sollte der Forscher nach einer entsprechenden Beschäftigung mit der theoretischen Seite zum Thema, andere Forscher kontaktieren, die an dem selben Problem arbeiten. Nach Abschluss dieser Phase muss eine allgemeine Hypothese formuliert werden.

In der nächsten Phase, der theoretischen Phase, muss der Forscher das Ziel verfolgen, die Hypothese zu überprüfen und sie zu präzisieren. Eine endgültige Verifizierung der Hypothese ist aber im engeren Sinne nicht möglich, da die Wissenschaft sich der Wahrheit immer nur annähern kann. Dennoch muss geklärt werden, ob sich die Hypothese mit anderen theoretischen Ansätzen deckt und als gültig bewertet werden kann.

In der Planungsphase werden alle relevanten Variablen aufgestellt. Störvariablen sollten eliminiert werden, während Kontrollvariablen eingeführt werden müssen. Außerdem muss die Art der Untersuchung gewählt werden. Handelt es sich um ein Feld-, Laborexperiment, etc?

Danach erfolgt die eigentliche Untersuchungsphase. Beispiele für empirische Forschung ist zum Beispiel jüngst die Erforschung des Verhaltens der Geschlechter zum Thema „Fremdgehen.“ Die empirische Forschung hat festgestellt, dass im Gegensatz zu früher, die Frauen heute genau so häufig einen Seitensprung begehen wie die Männer. Es kann aber nur spekuliert werden, warum dieser Wandel stattgefunden hat.

In der Entscheidungsphase steht der Forscher vor der Wahl: Ist das Ergebnis valide? Ist die Hypothese bestätigt, muss die revidiert oder gar verworfen werden?
Die empirische Forschung geht auf Francis Bacon und David Hume zurück, die die philosophische Strömung des Empirismus im 17. Jahrhundert begründeten.

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