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HIV Forschung

Die Immunschwächekrankheit AIDS sorgt immer noch für Rätsel in der Forschung. Denn bis heute gibt es noch kein Mittel, welches die HIV Erkrankung heilen kann. Es gibt aber zahlreiche Medikamente, die die Virenvermehrung eindämmen können, sowie Wege, Infektionen vorbeugen und das Immunsystem zu stärken. Es ist einzig und allein der Forschung zuzuschreiben, dass Betroffene heute mit ihrer Krankheit anders leben und umgehen können als noch vor 15 Jahren.

Kürzlich wurde der neue Aids-Impfstoff aus Thailand noch als Durchbruch in der Aids-Forschung gefeiert, doch jetzt sieht die Realität anders aus: Die Einzelheiten der erbrachten Studienergebnisse sorgten dafür, dass die Bedeutung dieses Impfstoffs innerhalb der Forschung eine Abschwächung erfahren hat.

Die Impfstudie aus Thailand schien das Risiko einer Aids-Erkrankung deutlich senken zu können, nämlich um über 30 Prozent. Kein Wunder also, dass die Forschung, etwa wie der Experte Jürgen Rockstroh, der Präsident der Deutschen Aids-Gesellschaft, von einem „Hoffnungsschimmer“ für alle Betroffenen sprach.

Dennoch erntete der neue Impfstoff aus Thailand auch Kritik: Zum einen würde die Wirkung des Stoffes nach einer zu kurzen Zeitspanne bereits nachlassen. Des Weiteren würden die Gesamtergebnisse der thailändischen Studie, die 2003 in Thailand begonnen wurde,  leider nicht sehr für allzu große Hoffnung sorgen. Von den 16 000 Testpersonen, die an der Studie zum neuen Impfstoff teilnahmen, waren ohnehin nur 125 infiziert, wobei 51 davon geimpft und 74 nicht geimpft waren.

Bei dem Impfstoff handelt es sich um ein Vogelvirus, welches aber über die genetischen Codes von einigen Proteinen des Aids-Virus versehen wurde.  Im Falle einer Infektion mit dem Virus soll das Immunsystem die infizierten Zellen erkennen und den Virus bekämpfen. Ein anderer Wirkstoff soll die Wirkung des Vogelvirus noch zusätzlich verstärken. Die Rede ist von einem „Doppelschlagverfahren.“

Dennoch kann in der Gesamtheit von einem Fortschritt gesprochen werden. Durch fortwährende Mutation des Virus ist ein entsprechender Impfstoff eben schwierig zu entwickeln. Die Forschung macht aber nicht Halt vor dieser Aufgabe und kämpft fortwährend mit Hilfe neuester Erkenntnisse, um Fortschritte zu erzielen.

Die HIV- Forschung muss besonders viel leisten, weshalb auch kleine Erfolge als bewundernswert gelten und zu Recht die Betroffenen hoffen lassen. Dennoch gilt es mit Hoffnung erweckenden Erkenntnissen vorsichtig umzugehen und nicht bei ersten Vermutungen gleich Flaggen & Fahnen zu hissen. Eine gesunde positive und realistische Einschätzung sollte hierbei immer gegeben sein.

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