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Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, das IAB, untersucht seit 1967 arbeitsmarktspezifische Fragen, wie etwa die Entwicklungen des Arbeitsmarktes sowie die Veränderungen der verschiedensten Berufsfelder. Heute ist das IAB eine moderne, eigene Dienststelle der Bundesagentur.

Untersuchungsgegenstand ist aber nicht nur die Wirkungen der Arbeitsförderung, sondern auch die Leistungen für Arbeitssuchende. Seit Anfang 2007 gliedert sich das IAB in sechs Forschungsbereiche: Gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktforschung, Regionale und internationale Arbeitsmärkte, Arbeitsmarktpolitik, Betriebe und Beschäftigung, Lebenschancen und soziale Ungleichheit sowie Methoden und Datenzugang.

Vielfältige Projekte sorgen für einen gut strukturierten, aussagekräftigen Überblick über die einzelnen Bereiche. Im Folgenden sei ein Projekt der IAB exemplarisch vorgestellt: Die Studie über Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen.

Das Projekt „Studie Zeitarbeit NRW“ startete im Mai 2007 und endete im Oktober 2008. Bei dem Auftraggeber handelte es sich um das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Zeitarbeit allgemein gilt als aufstrebende Branche und zählt nicht nur in NRW, wie beispielsweise Personaldienstleister Neuss, sondern auch in Deutschland allgemein schon lange nicht mehr als verpönter Sklavenhandel.

Die Diskussion um Zeitarbeit, ihre Vor- und Nachteile sowie ihre gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sind nicht nur innerhalb Deutschlands ein brisantes Thema, sondern auch in den europäischen Nachbarländern.

Um eine arbeitsmarktpolitische Bewertung von Zeitarbeit zu bekommen, durften folgende Punkte (hier kurz zusammengefasst) innerhalb eine Analyse nicht fehlen:

  • Struktur der Zeitarbeitsfirmen
  • Struktur / Charakterisierung der Zeitarbeiter
  • Struktur der Firmen, die Zeitarbeiter einstellen
  • Effekte der Zeitarbeit bezüglich der Unternehmensstruktur und des Arbeitsmarktes
  • Fragen zur Entgeltgestaltung
  • berufliche Folgen für den Zeitarbeiter („berufsbiografische Folgen“)

Mit Hilfe von Methoden aus der empirischen Sozialforschung und diversen Statistiken, u.a. der Arbeitnehmerüberlassung der Bundesagentur für Arbeit, wurde eine solide Datenbasis geschaffen, die als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen geeignet ist. Dazu kommen noch Interviews mit den Zeitarbeits- und Einsatzfirmen. Bei den am Projekt beteiligten Institute handelt es sich um die Soziale Innovation GmbH und die Unique GmbH in Berlin.

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